2015 DSP Mattheus 016 Arbeitskopie 2DARSTELLENDES SPIEL – D S P

D:      Darstellung, Denkanstöße, Durchhaltevermögen, Dramaturgie, Dramatik, Drama ...
S:      Schauspiel, Sprache, Spiel, spüren, Selbstbewusstsein, sich ausprobieren, Spannung, Selbsterkenntnis, Sensibilisierung...
P:      Persönlichkeitsbildung, Performance, Projekte, Professionalität, Proben, Praxis...

Darstellendes Spiel ist so viel und wohl noch so viel mehr – aber das muss, kann, darf und soll man ausprobieren und selbst erfahren, denn Darstellendes Spiel ist ein ausgesprochen handlungs- und projektorientiertes Fach.
Seit über 20 Jahren ist es fester Bestandteil der persönlichkeitsbildenden Arbeit an der Herderschule und wird sowohl in der Sekundarstufe I (Wahlpflichtunterricht: Klasse 8, 9, 10) als auch in der Oberstufe (Jahrgang 11, 12, 13) angeboten.

Was verlangt DSP?
• NEUGIER- Man probiert viel auf der Bühne aus: Übungen mit Stimme, Körper, Requisiten, Text, Farben, Formen, Material, Rhythmus...
• SOZIALE KOMPETENZ – Man ist nicht allein, sondern agiert mit anderen und für andere.
• KRITIKFÄHIGKEIT – Man schaut seine eigene Leistung und die der anderen an und reflektiert: Was ist gut, was kann optimiert werden? Und wie?
• ANSPRUCH und AUSDAUER – eine gute Idee kann immer noch besser werden! Dazu gehört die Bereitschaft, sich neben dem konzentrierten Arbeiten in den Stunden ggf. auch außerunterrichtlich zu engagieren: Probentage, Kostüm- / Requisitengestaltung, Textarbeit u.a.

Planwirtschaftlich Verlegtandersartig gedenken on stage:

 

zum Gedenken der Euthanasie-Opfer im Dritten Reich

 

Ziel der sogenannten „Aktion T4“ im Dritten Reich war es, aus der „Volksgemeinschaft“ diejenigen Menschen zu selektieren und zu töten, die aufgrund einer Behinderung oder psychischen Störung als nicht leistungsfähig und somit als gesellschaftlicher „Ballast“ betrachtet wurden. Die Patientinnen und Patienten der Lüneburger Heil- und Pflegeanstalt kamen aus ganz Norddeutschland. Kinder und Jugendliche wurden in die hiesige „Kinderfachabteilung“ eingewiesen, die von Oktober 1941 bis mindestens Herbst 1945 bestand. Dort wurden die jungen Patientinnen und Patienten begutachtet, bei der Diagnose ‚nicht bildungsfähig’ wurden sie ermordet.
In Kooperation mit der „Euthanasie“-Gedenkstätte hat sich der Kurs „Darstellendes Spiel“ (Jahrgang 9) unter der Leitung von Ute Mattheus ab Mitte Februar im Rahmen des Wettbewerbes andersartig gedenken on stage des ernsten und schwierigen Themas unter besonderer Berücksichtigung einzelner Biografien angenommen, deren Schicksale nicht zuletzt 200 Meter Luftlinie von dem Gymnasium entfernt vor rund 75 Jahren entschieden wurden.

 

Diese Szenencollage wurde beim Theaterwettbewerb "andersartig gedenken" am 19. November in Berlin prämiert. Die Laudatio findet sich hier.

 

          

Scheckübergabe an die Gemeinschaftsunterkunft am Ochtmisser Kirchsteig

DSP Initiative 2015