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Die d14 gilt als sehr politisch, gesellschaftskritisch und eher „sperrig“, d.h. die Arbeiten sind zumeist nicht gerade selbsterklärend und auch nicht unbedingt immer optisch ansprechend.

 

Dies und die Tatsache, dass die documenta nur alle 5 Jahre in Kassel stattfindend, zu den wichtigsten internationalen Kunstevents zählt und immer wegweisend für die aktuelle Kunst war, ist Grund genug für die 3 Kunst eA-Kurse der Jahrgänge 11 und 12 mit Fr. Schwedler, Fr. Kühn-Benthack, Herrn Busch und Fr. Holz sich selbst vor Ort ein Bild zu machen – ohne Pinsel und Stift ;). „We did the documenta in one day“, um eine typische Phrase gewisser Welttouristen zu zitieren.

 

Unser Fazit fällt gemischt aus: Auf jeden Fall ist die d14 eine neue Erfahrung, sie ist interessant, mit einigen beeindruckenden Arbeiten, wie Wohneinheiten in Abwasserrohren, einem Vorhang aus Rentierschädeln, ein Riesen-Wandgemälde zur Kolonialgeschichte Australiens, die in einem drohenden Aufstand militanter Kängurus mündet oder Glitzerschuhe, die aus einem Bild zu kommen scheinen. Die Arbeiten werden vor allem dann spannender, wenn man mehr über sie erfährt oder in Erfahrung bringt.

 

Aber leider fehlen an vielen Stellen hilfreiche Informationen. Insgesamt hätten wir uns auch mehr Kunst und Leben auf den Wegen zwischen den Ausstellungsorten gewünscht.

 

Festzuhalten ist, dass sich bei der documenta 14 vieles um Wahrnehmung dreht und um die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln, um Missstände, Kriege und Konflikte und insgesamt um „Konsequenzen der Taten der Menschen“. Manchmal entsteht der Eindruck man sähe „mehr Politik in der Kunst als die Kunst selbst“.

 

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