Die meisten von uns Schülern wollen nach dem Abitur irgendwann studieren.

 

Um einen ersten Eindruck von der Uni zu bekommen, wurden wir Schüler aus dem 11. Jahrgang in zwei Gruppen aufteilt und besuchten die Leuphana Universität (die eine Gruppe am Dienstag, den 10.12.13, und die andere am 12.12.13).

 

Nach einer freundlichen Begrüßung und einer Präsentation über das Uni- und Zulassungsverfahren konnten wir aus unterschiedlichsten Seminaren und Vorlesungen auswählen und diejenigen besuchen.

 

Max, dessen gewählte Seminare leider ausfielen, machte die Erkenntnis, dass die Uni ja „wie ein großer Klassenraum" ist und dass die Studenten genauso Schüler sind wie wir. Malte hingegen war erstaunt über das unterschiedliche Engagement in seinen gewählten Seminaren: während es im Seminar über Europapolitik kaum Partizipation gab, wurde im Seminar über PC-Spiele eifrig und fachspezifisch diskutiert.

 

Ich für meinen Teil fand heraus, dass es in den Vorlesungen doch theoretischer zugeht, als ich angenommen hatte. Abschließend gab es eine Nachbereitung des Erlebten und die Möglichkeiten einer Studienfinanzierung wurden von einer Studentin vorgestellt.

 

Der ganze Tag bot insgesamt eine schöne Möglichkeit, den Unialltag kennen zu lernen und ein bisschen Atmosphäre zu schnuppern.

 

Während die eine Gruppe die Uni besuchte, gab es für die jeweils andere Gruppe ein Bewerbungstraining/Assessment-Center (AC) von Experten einer Versicherung und einen Vortrag über „Duales Studium" in Lüneburg.

 

Das Assessment-Center wurde in Gruppen von 15-20 Schülern durchgeführt, bei dem der Ablauf und die Aufgaben eines Assessment-Center, das von Firmen veranstaltet wird, um den richtigen Auszubildenden aus einer Menge von Bewerbern herauszufinden, erklärt wurden.

 

Die verschiedenen Methoden angefangen von Selbstpräsentation, über Rollenspiele und Diskussionsrunden wurden vorgestellt und durchgeführt, außerdem gab es zusätzliche Tipps und Tricks, was man bei einer Bewerbung beachten sollte.

 

Viele der präsentierten Methoden waren uns jedoch schon aus dem Unterricht bekannt, weshalb wir uns gewünscht hätten, das Programm wäre besser auf uns Abiturienten zugeschnitten. Außerdem hätten wir die neue „Postkorb"-Übung (bei der es darum geht, einen Haufen Aufgaben in wichtig und dringlich zu unterscheiden) gerne ausprobiert. Positiv war in jedem Fall, dass man so einen gebündelten Überblick über alle Methoden bekam.

 

Der Vortrag über das „Duale Studium" vonDipl.-Kfm. Dr. Thorsten Jochims (Hauptamtlicher Dozent der Berufsakademie Lüneburg) handelte davon, wie man dual an der Berufsakademie in Lüneburg studiert, was man bei einem Dualen Studium zu tun hat und wie der Wochenplan dabei aussieht.

 

Insgesamt stieß der Vortrag auf unterschiedliche Meinungen: die, die sich mit dem Thema bereits beschäftigt hatten, hätten gerne auch etwas darüber gelernt, wie das Duale Studium außerhalb von Lüneburg abläuft; die, die sich zum ersten Mal mit diesem Thema beschäftigten, fühlten sich ein wenig verloren und hätten gerne am Anfang eine kurze Zusammenfassung über den Kerngedanken des Dualen Studiums gehabt.

 

Alles in allem bot der Uni-Tag eine gute Möglichkeit einmal in die Welt der Studenten abtauchen zu können. Das Assessment-Center war besonders für diejenigen interessant, die eine Ausbildung anstreben, um den Bewerbungsablauf für einen Ausbildungsplatz kennenzulernen, während der Vortrag für Leute, die überlegen in Lüneburg dual zu studieren, hilfreich war. Somit konnte jeder Schüler mindestens von einer Sache profitieren und lernte zudem auch die zwei anderen kennen.