"Der Unterricht  in Werte und Normen vermittelt „religionskundliche Kenntnisse, das Verständnis für die in der Gesellschaft wirksamen Wertvorstellungen und Normen und den Zugang zu philosophischen, weltanschaulichen und religiösen Fragen.“ (§ 128, NSchG)

 

Werte und Normen ist eine niedersächsische Besonderheit. Vor etwa dreißig Jahren wurde es als Ersatzfach zu Religion gegründet, doch mittlerweile hat es sich zu einem gleichrangigen Fach entwickelt. Werte und Normen wird am Gymnasium Herderschule durchgängig in allen Jahrgängen erteilt.

 

Lehrerinnen und Lehrer der Fachschaft Werte und Normen

  • Herr Bodenstein
  • Frau Eid
  • Herr Knappe
  • Frau Ponce-Munoz
  • Herr Wieblitz (komm. Fachobmann)
  • Herr Willebrandt

 

Im Folgenden sind weitere Informationen rund um das Fach Werte und Normen an der Herderschule zu finden.

Was ist für mich „gut“ oder „schlecht“? Was ist für uns als Gesellschaft „gut“ oder „schlecht“? Was für mich „gut“ ist, kann auch ein gesellschaftliches „Gut“ sein, muss es aber nicht.

 

„Gut“ und „schlecht“ – drücken als so genannte „moralische Kategorien“ einen Kern des Faches Werte und Normen aus. Sobald wir abwägend über das „Gute“ nachdenken, betreiben wir Ethik. Die Wissenschaft von der Moral.

 

Werte und Normen - dieses Unterrichtsfach gibt es nur in Niedersachsen. In anderen Bundesländern ist es als Ethik, Philosophie oder Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER) bekannt.

 

Traditionell war der Werte und Normen-Unterricht das Ersatzfach für die Minderheit der konfessionslosen Schüler, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen. Seit der Wende ist die Gruppe der Konfessionslosen allerdings keine Minderheit mehr. Werte und Normen wird zu einem eigenständigen Fach auf Augenhöhe mit Religion. Noch ein Zweites hat sich verändert:

 

Die Schule der Zukunft ist die multireligiöse Schule. Wenn die bundesrepublikanische Gesellschaft sich für andere Kulturen und Religionen öffnen muss, ist es erforderlich, dass einerseits die grundlegenden Konzepte von Judentum, Christentum, Islam sowie Buddhismus und Hinduismus von allen verstanden werden (die Aufgabe der Religionswissenschaft) und dass andererseits eine rationale Verständigung in dieser Gesellschaft über Werte erfolgt (die Aufgabe der Wissenschaft der Ethik).

 

Das Nachdenken über Werte ist laut Landesverfassung verpflichtende Aufgabe der Schulen, und findet, wenn nicht im Religions-, dann im Werte und Normen-Unterricht statt, weil dies die gleichberechtigte Vielfalt der Kulturen und Religionen überhaupt erst ermöglicht. Dabei ist es notwendig, in beiden Fächern Werte auch rational zu begründen.

 

Die Lehrkräfte im Fach Werte & Normen bringen auf der Grundlage der im Grundgesetz verankerten Wertvorstellungen unterschiedliche Weltanschauungen und Wahrheitsauffassungen im Sinne einer prinzipiellen Pluralität in den Unterricht ein, d.h. die Lehrkräfte halten sich in der Wahrheitsfrage zurück. Denn, wer sich mit erkenntnistheoretischen Fragen beschäftigt hat, der weiß, dass es nur ein Bemühen um Objektivität geben kann.

 

Ein besonderer Stellenwert kommt den Grund- und Menschenrechten und den Prinzipien des demokratischen und sozialen Rechtsstaates zu. Dem Menschenbild der Aufklärung verpflichtet, wurzeln diese rechtlichen Bestimmungen in der Überzeugung, dass der Mensch eine spezifische Würde besitzt, d. h. einen unverfügbaren, nicht im Namen anderer Prinzipien zu relativierenden Eigenwert.

 

Das Unterrichtsfach Werte und Normen leistet einen gewichtigen Beitrag, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, die der § 2 des Niedersächsischen Schulgesetzes formuliert. Dem dort verankerten Ziel, „(...) die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage des Christentums, des europäischen Humanismus und der Ideen der liberalen, demokratischen und sozialen Freiheitsbewegungen“ weiterzuentwickeln, will das Fach Werte und Normen in besonderem Maße Rechnung tragen.

 

Die AGs amnesty international sowie Herderschule ohne Rassismus (siehe unter: Arbeitsgemeinschaften) sind offiziell dem Fach Werte und Normen zugeordnet.